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Update des Forschungsprojekts „LIFE Wild Wolf“

Workshops in Slowenien und Schweden


Treffen der acht teilnehmen Länder im Februar 2024 in Ljubljana   Bildrechte: NLWKN
Treffen der acht teilnehmen Projektländer im Februar 2024 in Ljubljana

von Anna Hannappel und Ingrid Wiesel

Im Januar 2023 fiel in Rom für das Forschungsvorhaben der Startschuss (s. Jahresbericht 2023). Im Februar 2024 fand nun in Slowenien, an der Universität von Ljubljana, ein Treffen aller acht teilnehmenden Projektländer statt. Innerhalb eines Kommunikationsworkshops haben sich die einzelnen Länder über die jeweils lokal herrschenden Probleme und Konfliktbereiche ausgetauscht, sowie gemeinsam lösungsorientierte Strategien im Umgang mit dem Wolf entwickelt. Der dadurch gewonnene Einblick hilft, ein besseres Bild für eine zielgerichtete Kommunikation zu bekommen und den Umgang mit unterschiedlichen Interessensgruppen zu optimieren.

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Um gezielter mit Nahbegegnungen zwischen Wolf und Mensch umzugehen, wurden im Mai in Schweden, in der Wildlife Research Station in Grimsö, verschiedene Schulungen zum Wolf und zu Handlungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Wölfen in der Nähe von Menschen und menschlichen Aktivitäten angeboten. Aus Niedersachsen nahmen zwei Wolfsberatende aus dem Einsatzteam am Workshop teil. Fokus des Workshops war es, den Projektteilnehmenden den aktuellen Wissensstand von Interventionsmöglichkeiten näher zu bringen sowie praktische Erfahrungen im Bereich der Vergrämungsmaßnahmen mit z. B. Gummigeschossen zu sammeln. Weitere wissenschaftliche Untersuchungen werden von dem Projektpartner der italienischen Carabinieri durchgeführt.

Im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit und des direkten Austausches wird die im Dialogforum „Weidetierhaltung und Wolf“ angegliederte Arbeitsgruppe 2 „Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit“ unter Teilnahme des LIFE Wild Wolf Projekts fortgeführt. Durch die direkte Kommunikation zwischen unterschiedlichen Interessensvertreterinnen und -vertretern von Organisationen und Verbänden, dem Wolfsbüro sowie dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz und dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz kann auf unterschiedliche Bedürfnisse eingegangen und gemeinsam an Lösungen gearbeitet werden. Ein Beispiel hierfür ist die klarere Darstellung der Informationen und Daten zu den Nutztierschäden auf den Umweltkarten Niedersachsen.

 

Artikel-Informationen

erstellt am:
28.03.2025

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