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Huntesperrwerk: Defekt an Torlager macht Reparaturarbeiten erforderlich

Rad- und Fußweg rund eine Woche gesperrt (21.-25.08.)


Das 120 Meter breite Huntesperrwerk aus der Luft: Vier mächtige, konvex gebogene Sperrtore können bei Sturmflut geschlossen werden und schützen so das Hinterland vor Überflutung (Bild: NLWKN).   Bildrechte: NLWKN
Das Huntesperrwerk aus der Luft: Vier mächtige, konvex gebogene Sperrtore können bei Sturmflut geschlossen werden und schützen so das Hinterland vor Überflutung. An einem der beiden äußeren Segmenttore sind nun Arbeiten erforderlich.

Elsfleth/Brake. Regelmäßige Inspektionen sorgen am Huntesperrwerk in Elsfleth für einen verlässlichen Betrieb bei Sturmfluten. An der wichtigen Küstenschutzanlage war im Zuge der jüngsten Kontrollen ein Defekt an einem Torlager festgestellt worden. Die schadhaften Bauteile werden im Rahmen von Reparaturarbeiten deshalb ab dem 21. August vollständig ersetzt. Rund eine Woche lang kann das Sperrwerk von Fußgängern und Radfahrern nicht überquert werden, teilt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Brake mit.

Seit 1979 schützt die Anlage, die über zwei Schifffahrtsöffnungen und zwei Durchflussöffnungen verfügt, Oldenburg, Elsfleth und das Umland vor Sturmfluten. Die beiden Schifffahrtsöffnungen werden im Sturmflutfall mit sogenannten Stemmtoren verschlossen. Bei den beiden seitlichen Durchflussöffnungen dagegen kommen absenkbare Segmenttore zum Einsatz. „Bei unseren regelmäßigen Kontrollen und Inspektionen haben wir festgestellt, dass die Lagerung der Hydraulikzylinder von einem Segmenttor defekt ist“, erklärt Reiner Geveke, Aufgabenbereichsleiter beim NLWKN in Brake, der die Anlage betreibt. Um die Sturmflutsicherheit gewährleisten zu können, sei eine Reparatur der Hydraulikzylinderlagerung zwingend erforderlich, so der Küstenschützer.

Im Rahmen der Mitte August beginnenden Arbeiten werden die Lager dabei durch komplett neue Bauteile ersetzt. Dazu ist das Schließen der westlichen Durchflussöffnung erforderlich. Nach dem Absenken des Segmenttores werden die Lager ersetzt. „Da die Arbeiten im Tidebereich stattfinden, müssen die Reparaturarbeiten zeitlich eng abgestimmt werden“, erklärt Reiner Geveke. Die notwendigen Ersatzteile wurden schon vor einigen Wochen beschafft, damit die Reparatur zügig vor dem Beginn der Sturmflutsaison ausgeführt werden kann.

Bei planmäßigem Verlauf rechnet der NLWKN mit einer rund einwöchigen Dauer der Arbeiten, die auch eine Brückensperrung für Passanten erforderlich machen: „Diese ist notwendig, da Baumaterialien und Fahrzeuge die Brücke blockieren werden“, so Geveke. Der Landesbetrieb wirbt um Verständnis für die vorübergehende Sperrung der Brücke, die der Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern diene. Die Überquerung des Huntesperrwerks ist Teil des Weserradwegs und bei Ausflüglern beliebt.

NLWKN-Logo Bildrechte: NLWKN

Artikel-Informationen

erstellt am:
11.08.2023

Ansprechpartner/in:
NLWKN Pressestelle

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Göttinger Chaussee 76a / Am Sportplatz 23
30453 Hannover / 26506 Norden
Tel: +49 (0)511 3034-3322 sowie +49 (0)4931/ 947 -173 und +49 (0)4931/ 947 -181
Fax: +49 (0)4931/947 - 222

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